Leibstadt: Immer wieder Probleme mit Brennelementen

¨BrennstabLokalÜberhitzt Leibstadt: Immer wieder Probleme mit Brennelementen

Einzelne Brennelemente im AKW Leibstadt (Siedewasserreaktor) weisen Oxydationsschäden auf, weshalb das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI dem AKW nach der Revision im August 2016 keine Bewilligung erteilt hat, den Reaktor wieder einzuschalten. Die Oxydation der Brennelemente ist auf den mangelnden Kühleffekt des Reaktorwassers an den Brennelementen mit lokaler Überhitzung und in der Folge einer punktuellen Oxydation der Brennelemente zurückzuführen. Bei lokaler Überhitzung der Brennelemente bildet sich auf diesen ein Film aus Dampfblasen, welcher die Brennstäbe vom Kühlwasser isoliert. Dadurch erhitzen bzw. überhitzen sich die Brennstäbe, denn wegen des Films von Dampfblasen kommt zu wenig umfliessendes Kühlwasser in direkten Kontakt mit den, Hüllrohren der nuklearen Brennstoffelemente. Dieses Phänomen wird als «local Dryout» bezeichnet.

Bild: Lokale Überhitzung eines Brennelements kann zu Hüllrohrdefekten führen

Unverantwortlich: Der Betreiber des AKW Leibstadt plant das AKW in nächster Zeit wieder ans Netz zu bringen, dies obwohl die Schadensursache der Brennelementeüberhitzung nicht vollumfänglich bekant ist.

Factsheet zu den Brennstabproblemen im AKW Leibstadt

Wie funktioniert ein Siedewasserreaktor: Prinzip des Siedewasserreaktors *,ppt

ENSI Lügt

Ralph Schulz, Leiter des Fachbereichs Sicherheitsanalysen am 16.  Februar 2017: Bei den Dryouts im KKL kam es nur einmal zu einem echten Hüllrohrschaden, nämlich 2014.

Im Jahr 1994 wurde das AKW Leibstadt durch die OSART, einer Organisation der IAEA6 , einer betrieblichen- organisationellen Untersuchung unterzogen. Im anfangs 1995 publizierten Bericht wird bemerkt (Zitat): „However, KKL has experienced a number of fuel Failures since the fifth cycle.“

Weiter im selben Interview:  Das KKL hat seit Betriebsaufnahme 1984 die Leistung mehrfach erhöht. Besteht ein Zusammenhang zwischen den Dryouts und diesen Leistungserhöhungen?

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die das Auftreten von Dryout beeinflussen. Die Reaktorleistung gehört sicherlich dazu. Es wäre aber unzulässig und zu vereinfachend, den Dryout nur auf die erhöhte Leistung zurückzuführen. Die letzte Leistungserhöhung erfolgte im Jahr 2002. Die umfangreichen Inspektionen 2016 haben gezeigt, dass die Dryouts erst im Zyklus 28 – also erst 2012/13 – aufgetreten sind. Dazwischen war die Betriebserfahrung mit dem Reaktorkern positiv.

Brennelementschäden Leibstadt: Immer wieder Probleme mit Brennelementen


Weiterführende Links:

Medien

Aargauerzeitung 03.02.2017

Südkurier 03.02.2017

Stuttgarter Nachrichten 03.02.2017

NZZ 02.02.2017

srf 01.02.2017

Tagesanzeiger 01.02.2017

srf 19.12.2016

Aargauerzeitung 23.11.2016

Tagesanzeiger 16.06.2016

Luzerner Zeitung 11.02.2017

Betreiber Behörden:KKL 19.12.2016

ENSI (1) 19.12.2016

ENSI (2) 19.12.2016

HSK 1997

ENSI (3) 16.02.2017

 

Please follow and like us:
follow subscribe Leibstadt: Immer wieder Probleme mit Brennelementen20
Dieser Beitrag wurde unter Atomkraft abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.