Mühleberg und das Erdbeben

Mühleberg wurde 1971 erstmals gesstartet, die Planung erfolgte Mitte der 60er Jahre. Beim Start des AKW kam es zu einem folgenreichen Brand im Maschinenhaus. 1972 ging das AKW in Betrieb.

Der Wohlensee-Staudamm welcher bloss eine Flussbiegung oberhalb des AW liegt wurde 1920 fertiggestellt. Geplant und erbaut wurde er während des ersten Weltkrieg. In der Zeit des Weltkriegs waren die Ressourcen gering, deshalb wurden anders als bei anderen Staumauern Hohlräume  ausgespart und somit auch Beton eingespart. Aus einem E-Mail der BKW an den Planer des damals neu geplanten AKW Mühleberg aus dem Jahr 2010 lässt sich mehr über die Sicherheit des Wohlensee-Staudamms lesen.

2004 wurde durch das ENSI in Auftrag gegebener Bericht über die Erdbebengefährdung fertiggestellt, 2007 wurde ein „Pegasos Bericht“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Resultat: Die Erdbebengefährdung ist mehr als 2 mal so hoch als bisher vermutet.

Ab 1910 (Staudamm) wenn überhaupt und 1965 (AKW Mühleberg) wurden die Berechungen für die Auslegung der Bauwerke gegen ein Erdbeben gestartet.

ENSI der Sicherheit oder den Betreibern verpflichtet?

Heute behaupten ENSI und BKW die Bauwerke würden einem Erdbeben wie es alle10’000 Jahre in der Schweiz vorkommen könnte (~Magnitude 7) standhalten. Und als ob diese Behauptung nicht schon genügend abstrakt genug sei wird den Bauwerken noch ein Sicherheitskredizt gewährt. Weil wir in der Schweiz das Erdbebenrisiko besser berechnen erhalten die AKW in der Schweiz einen Sicherheitsrabatt bei einem Erdbeben von 20% der errechneten Erdbebengefährdung.

Fact ist das ENSI als kleines Unternehmen ist der Allmacht der Betreiber hörig. Dies zeigt sich bereits am gewählten Vorgehen nach Fukushima. Deutschland nahm sofort seine AKW mit BAujahr älter als 1981 ausser Betrieb, alte AKW haben nicht die Sicherheitsstandards wie neue, dies ist bereits durch deren Auslegung gegen Gefährdungen begründet. Das ENSI wählte ein anderes Vorgehen: Die Betreiber der CH-AKW wurden angefragt ob sie verschiednenen Gefährdungen standhalten. Für die Nachweise wurden den Betreibern mehr als 1,5 Jahre Zeit zugestanden. Einen letzten Nachweis verlangte das ENSI erst letzte Woche und die Einreichung wird Ende nächsten Jahres verlangt also 2,5 Jahre nach Fukushima. Erst dann werden wir erfahren wie unsicher die CH-AKW sind. In der Zwischenzeit laufen die AKW weiter.

Mühleberg ist erst sicher wenn es abgeschaltet ist!

Beim AKW Mühleberg wurde erkannt dass die bloss eine Flussbiegung oberhalb liegende Staumauer gegen Verschiebung verstärkt werden muss, dass das AKW eine von der Aare unabhängige Kühlquelle benötigt, dass das Brennelementelagerbecken welches wie bei Fukushima innerhalb des Reaktorgebäudes liegt eine zusätzliche Kühlquelle benötigt usw. Im „Sicherheitsbericht“ zum AKW Mühleberg ist nachzulesen dass 17 Betriebs- und Notsysteme nicht füe ein in Mühleberg mögliches Erdbeben ausgelegt sind.

Stacheldraht schützt Bürgerinnen nicht

Trotz all dieser Feststellungen läuft das AKW weiter. Ein Erdbeben zum heutigen Zeitpunkt kann zu einem GAU führen. Bricht beim Erdbeben auch der Wohlenseedamm wird das AKW- Gelände überflutet die Aare ist dann nicht mehr in ihrem Bett, das Kühlwasser würde fehlen. Auch das Not-Kühlwasser welches heute oberhalb des AKW gelagert ist würde fehlen, diese Kühlwasserversorgung (Hochreservoir-Einspeisung)  ist nicht Erdbebenfest!

Es bleibt uns BürgerInnen nichts anderes als zu hoffen oder zu Beten!

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