AKW Personal: Wissen und Erfahrung sinkt = AKW Risiko steigt!

Der Schweizer Atombranche geht mit dem  Personal auch Wissen und Erfahrung verloren! Das ENSI erkennt speziell im AKW Mühleberg beunruhigende Personalfluktuation.

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Im aktuell vorliegenden Jahresbericht 2013 des ENSI ist folgendes zu lesen: „Die Personalfluktuation erreichte im Jahr 2013 einen Stand, welcher auf einen bedeutenden Verlust an werksspezifischem Wissen und Erfahrung hinweist. Das KKM hat 2013 keine grösseren organisatorischen Änderungen vorgenommen.“ 

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Ist obiges Inserat ein Hinweis auf den Personalmangel, die BKW sucht Reaktor-Operateur/in per sofort. In einem Inserat des AKW Gösgen aus dem Jahr 1998 hiess es noch: “Nachdem Sie den Betrieb gründlich kennengelernt und auch vorübergehend eine Schichtgruppe geführt haben, erfolgt der Einsatz in einer der Weiterbildung entsprechenden Funktion.” Helfen Sie dem AKW Mühleberg? Strahlende Jobaussichten

 

Die OSART Mission im Oktober 2012 stellte im AKW Mühleberg fest das das Betriebspersonal hohe Überzeitsalden aufweist:

3.1 ORGANIZATION AND FUNCTIONS, The Operations department has a good succession plan in place. Although the 6 shift teams are currently well staffed for the normal daily operations, a limited number of people in Operations have a lot of overtime hours, mainly due to the yearly outage. The team encourages the plant to investigate how overtime hours can be avoided or reduced in the future.

 

Auch dem ENSI leidet unter Personalmangel. Im ENSI-Rat Bericht 2013 steht: “Es kann mittelfristig schwierig werden, die notwendigen personellen Ressourcen zu rekrutieren, um so das notwendige Know-how für die Aufsichtstätigkeit zu erhalten.»

Im Tätigkeitsbericht des ENSI findet  folgender Hinweis zum Personalmangel: “Die Geschäftsleitung des ENSI entschied, den Aufsichts-, den Strahlenschutz- sowie den Erfahrungs-und Forschungsbericht14 aufgrund der im ENSI anstehenden Aufsichtstätigkeiten ressourcenbedingt rund zwei Monate später zu veröffentlichen.”

 

Die Pläne der Schweizer Atomlobby neue AKW zu bauen, welche im Kanton Bern im Jahr 2011 zur absurden Mühlebergersatz-Abstimmung führte, waren absurd. Schon damals erkannten sie selbst dass sie unngenügend Personal zum Bau von AKW hat.

Hier Links zu Vorträgen welche bereits 2010 (Planung von AKW-Neubauten) auf Personal-Ressourcenprobleme eingingen

Die Resun welche neue AKW in Beznau und Mühleberg (Seite 6+9) plante, hielt folgendes fest: “Herausforderungen einzelner Dimensionen, Ressourcen / Knowhow - Fachspezialisten heute sehr gesucht, in den Werken, bei Aufsichtsbehörden und für Neubauprojekte sowie in der Entwicklung.”

Die Alpiq welche ein neues AKW in Gösgen (Seite36) bauen wollte, stellte  fest es fehlen Personen bei Aufsicht und Entwicklung.

“- Lack of people in the safety authorities (ENSI)
- Lack of people in the research centers (PSI, …)”

 

Die überalterten AKW in der Schweiz werden von immer knapper werdendem Fachpersonal betreut und Überwacht. Trotzdem werden die rostigen, löchrigen AKW unbefristet weiterlaufen gelassen. Wen wundert es da das im AKW Leibstadt gar das Containment angebohrt wird!  :-(

 

 Auch Beznau hat Personalprobleme!

Da hat die Aargauerzeitung ungenügend Recherchiert. Auszug aus dem ENSI Jahresbericht 2013: “Die in früheren Aufsichtsberichten des ENSI angesprochenen Personalfluktuationen in der Leitung des operationellen Strahlenschutzes waren auch im Berichtsjahr 2013 ein Thema.”

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Energiewendefestival

EWF Logo Energiewendefestival

ENERGIEWENDEFESTIVAL – 4. BIS 17. SEPTEMBER 2014 – IN RUBIGEN BEI BERN

FÜR EINE ENERGIEVERSORGUNG DIE MENSCH, NATUR UND KLIMA SCHONT

www.energiewendefestival.ch

Musik, Workshops und viele gleichgesinnte Leute findet man am Energiewendefestival, welches vom 4. bis 17. September 2014 in Rubigen bei Bern stattfindet. Das Energiewendefestival tritt für eine Energiewende jetzt! ein: Es soll klarmachen, dass wir keine Investitionen in Atom-, Gas- oder Kohlekraftwerke wollen – oder brauchen.

Im Festival-Teil zeigen wir auf freudige Art, dass die Energiewende funktioniert. In den Workshops während dem Camp wird Gemeinschaft durch umweltfreundliche Ideen und Engagements gefördert. Wir fordern eine schnelle Energiewende – hin zu einer dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung.

Höhepunkt, Sa. 13. Sept. 14:00: Menschenbild!

Hunderte von Teilnehmenden stellen sich zu einem grossen lebendigen Symbolbild der Energiewende auf. Sei auch du Teil dieser starken Botschaft.

Die Zukunft ist 100PRO erneuerbar!

Übersicht: http://www.energiewendefestival.ch/uebersicht
Facebook: http://www.facebook.com/Energiewende2014
eMail: info@energiewendefestival.ch

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ENSI: Vorkommnismeldungen verzögert

Leibstadt: Vorfall 12.November 2013, Meldung am 28.April 2014,Verzögerung >5 Monate

Im AKW Leibstadt ereignete sich im letzten November ein Fehler in der SCRAM Vorrichtung zur Schnellabschaltung des AKW.  Ereignet sich ein Unfall muss die Kettenreaktion durch einschiessen der Steuerstäbe in den Reaktorkern innert Sekundenbruchteile erfolgen. Im AKW Leibstadt versagte bei Tests im November eines dieser SCRAM-Ventile.

 

Gösgen: Vorfall 17.Juli 2013, Meldung 15.Januar 2014, Verzögerung > >5 Monate

Durch eine Fehlbedienung kam es zu einem Spannungsabfall an einer Notstromschiene.  Der Notstromdiesel welcher für die Speisung der Notstromschiene zuständig war startetet nicht weil dessen Schalter ausgeschaltet war.

AKW Vorkommnisse werden nicht aktuell gemeldet

Unabhängig von der Tragweite der gemeldeten Vorkommnisse ist zu erkennen dass das ENSI die Vorkommnismeldungen verzögert. Bis vor wenigen Jahren wurden Vorkommnisse innert wenigen Tagen auf der ENSI Homepage publiziert und ge-”updated” sobald der Erkenntnisstand stieg. Seither werden die Vorkommnisse  jedoch Zeitlich verzögert gemeldet, so erfährt die Interessierte Bürgerin erst nach Monaten dass sich in einem AKW etwas ereignete. Das ENSI hilft so den Betreibern Probleme zeitlich soweit zu verzögern dass Fragestellungen obsolet werden. So werden aber Probleme im Betrieb der AKW Ent-Demokratisiert.

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Radioaktives Cäsium aus dem AKW Mühleberg im Bielersee. Nicht hinschauen!

Als Reaktion auf den Fukushima Super-Gau plante der Bund ein Messnetzwerk zur Überwachung der Fliessgewässer.  Im Sommer 2013 wurde bekannt: Radioaktive Teilchen aus dem AKW Mühleberg lassen sich in den Sedimenten des Bielersee nachweisen.

Cs137 120x150 Radioaktives Cäsium aus dem AKW Mühleberg im Bielersee. Nicht hinschauen!

Werner Zeller der Leiter Strahlenschutz im Bundesamt für Gesundheit befand damals gegenüber der Sonntagszeitung, es brauche ein kontinuierliches Überwachungssystem.

Heute zeigte die Zeitung “Der Bund” auf dass sich die Betreiber der Atomanlagen wieder einmal aus Ihrer Verantwortung ziehen wollen. Die Betreiber der AKW Mühleberg, Gösgen, Beznau und Leibstadt legten gegen das geplante Messnetzwerk URAS Rekurs ein.

Wer nicht hinschaut findet nichts

Die Analytische Untersuchung der Fliessgewässer auf Radioaktive Verseuchung erfolgt heute über nicht automatisierte Probensammler. Das neue Messnetzwerk soll ein online Messnetz werden. Online heisst die Messwerte werden andauern erfasst und weitervermittelt, so lassen sich dann auch Spitzenbelastungen durch Radioaktivität abbilden. Die Verweigerung der Betreiber sich am Messnetzwerk zu beteiligen zeigt sie fürchten die Messresultate!

Mühleberg gibt Radioaktivität an die Aare ab

Aus der Zeitung “Der Bund”: Die bisherigen Resultate dieser Bemühungen umschreibt das Ensi in seiner Antwort so: «Das Kernkraftwerk Mühleberg erzielte deutliche Fortschritte, konnte aber den Zielwert noch nicht erreichen.» Tatsächlich ist das AKW noch weit davon entfernt. Der Zielwert für Mühleberg beträgt laut Ensi eine Strahlung von höchstens 1 Milliarde Becquerel im Abwasser (ohne Tritium). 2012 lag der entsprechende Wert in Mühleberg laut Ensi-Strahlenschutzbericht dreimal höher, bei 3 Milliarden Becquerel. «Die Optimierung wird fortgesetzt», schreibt das Ensi. BKW-Sprecher Sommavilla verspricht «weitere deutliche Reduktionen». Das Ensi habe der BKW aber keinen Termin gesetzt, um den Zielwert zu erreichen..

Aus dem Strahlenbericht des Bundesamt für Gesundheit BAG, April 2014

Der Bundesrat hat am 15. Mai 2013 ein entsprechendes Projekt genehmigt und das BAG mit der  Umsetzung beauftragt. Das neue Messnetz mit dem Namen URAnet wird die Radioaktivitat in der Luft (URAnet aero) und im Wasser (URAnet aqua) überwachen. Das Projekt sieht vor, Sonden in der Aare und im Rhein flussabwarts nach allen Schweizer Kernkraftwerken sowie in Basel zu installieren. Die ersten Sonden in Gewassern (siehe Abbildung 10) werden 2014 in Betrieb genommen werden. Die Aerosolsonden sollen 2016 – 2017 ersetzt werden. Die Ergebnisse zu den in den Sedimenten des Bielersees gemessenen erhohten Casium-137-Werten waren beim Erscheinen dieses Berichts noch nicht definitiv ausgewertet.

IMG 0276 150x100 Radioaktives Cäsium aus dem AKW Mühleberg im Bielersee. Nicht hinschauen!Interpellation Hofmann im Grossen Rat des Kt. Bern: Belastung der Aare und des Bielersees durch radioaktive Abwässer und des Personals durch Direktstrahlung aus dem AKW Mühleberg

 

 

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AKW Mühleberg – sicher bis 2019?

Im März 2011 ereignete sich der SUPER-GAU in Japan, gewaltige Explosionen rissen die Kraftwerkblöcke des AKW Fukushima Daiichi in auseinander. Das 43-jährige AKW Mühleberg ist ein baugleiches AKW. 
Können wir den Betrieb bis 2019 riskieren? AKW_Muehleberg-SicherBis2019.pdf

Vertreterinnen der Organisation Ajisai-no-Kai informieren über die Situation in Fukushima Japan. GespalteneGesellschaft.pdf  

EnergieplanEvakuierungskonzepte.pdf 

MenschenInFukushima.pdf

Donnerstag, 24. April 2014, 20:00h,  Kirchgemeindehaus KGH, Bätterkinden

Einladung als PdfKKM 150x80 AKW Mühleberg   sicher bis 2019?

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Überparteiliche JA-Kampagne zur Initiative «Mühleberg vom Netz» lanciert

 

Nur die Abschaltung macht Mühleberg sicher Präsentation

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In letzter Zeit bemühten sich Vertreterinnen der BKW zu verkünden, dass eine sichere Stilllegung des AKW Mühleberg den Weiterbetrieb bis 2019 bedingt. Eine Abschaltung könne nicht überstürzt erfolgen. Tatsache ist: Solange im AKW die Kernspaltung im Gange ist, bleibt das Risiko am höchsten.

Deutschland reduzierte im August 2011 das atomare Risiko mit dem Entscheid, 8 Reaktoren abzuschalten, massiv. Alle AKW, welche vor 1982 in Betrieb gingen, wurden inzwischen abgeschaltet[1]. Würde die Schweiz analog handeln, wären Mühleberg, Beznau und Gösgen stillgelegt.

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Mühleberg genügt nicht den guten industriellen Standards

Im Jahr 2000 besuchte eine OSART Mission (Operational Safety Review Team) der IAEA das AKW Mühleberg. Im 2001 veröffentlichten Bericht war folgendes zu lesen:

Industrielles Sicherheitsprogramm: Verschiedene industrielle Sicherheitspraktiken auf der Anlage sind unterhalb der guten internationalen Praxis.[2]

Im Jahr 2012, 1 ½ nach Fukushima, 12 Jahre nach dem ersten Besuch, besuchte erneut eine IAEA Mission das AKW Mühleberg. Im Anfang 2013 veröffentlichten Bericht war folgendes zu lesen:

Das Sicherheits-Programm des AKW Mühleberg entspricht nicht den guten industriellen Standards.[3]

Innerhalb der 12 Jahre hat es der Betreiber des AKW Mühleberg nicht geschafft, den Ansprüchen an den industriellen Standard zu entsprechen. Vor kurzem behauptete BKW-Verwaltungsratspräsident Gasche, mit den getroffenen Massnahmen habe man alle Kritikpunkte der OSART Mission erfüllt.[4] Was 12 Jahre nicht möglich war, soll im vergangenen Jahr erledigt worden sein?

Daher erstaunt es nicht, wenn sich sogar das sonst nicht gerade als kritische Stimme bekannte ENSI in der Stellungnahme zum Sicherheitsbericht wie folgt äusserte:

Aus Sicht des ENSI nimmt der Verwaltungsrat der BKW Energie AG seine Verpflichtung nicht genügend wahr, auf systematische Weise die Sicherheit des KKM zu bewerten, um vorausschauend die nötigen Verbesserungen einzuleiten.”

Die Rendite ist wichtiger als die Sicherheit

Es ist wichtig zu erkennen, dass sich die BKW nicht der Sicherheit, sondern eher den monetären Interessen verpflichtet sieht.

Nachdem die BKW die Stilllegung für das Jahr 2019 verkündete, verwarf sie die Nachrüstungen in der Höhe von einigen Millionen Franken. Die Sicherheitsfrage wurde durch die BKW banalisiert, um mit minimalen Investitionen das AKW noch 5 Jahre weiter laufen lassen.[5]

Das ENSI stellte der BKW im November 2013 eine Verfügung zu.  Die BKW muss bis Mitte 2014 erklären, wie sie gedenkt, das AKW bis zum Jahr 2019 zu sichern. Die Unsicherheit des AKW Mühleberg lässt sich an der Entwicklung der Kernschmelzwahrscheinlichkeit ablesen. In den Stellungnahmen des ENSI zu den Mühleberg Sicherheitsberichten ist ersichtlich, dass die Kernschmelzwahrscheinlichkeit Core Damage Factor CDF-Gesamt (Total der Anteile Erdbeben, Brand, Überflutung, Flugzeugabsturz usw.), in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist!

1991 = 1.3×10-5, 2002 = 1.5×10-5, 2012 = 2.35×10-5

Diese Zahlen zeigen eindeutig, dass in Mühleberg eine Kernschmelze wahrscheinlicher wird.[6] Dazu tragen interne Überflutung und Brand seit Inbetriebnahme wesentlich bei. Ursache sind Konstruktionsmängel der ersten Generation Siedewasserreaktoren.

cdf 400x219 Überparteiliche JA Kampagne zur Initiative «Mühleberg vom Netz» lanciert

Alte konstruktive Mängel

Kommt es zu einer internen Überflutung durch den Bruch der Speisewasser- oder Frischdampfleitung, des Brennelementebeckens oder des Torus, würden sich die Wassermassen in den AKW Keller ergiessen. Doch gerade auf dieser Ebene 11m unterhalb der Oberfläche stehen diverse Apparate wie Pumpen und Ventile, welche für Notsituationen benötigt werden, um dann Kühlwasser in den Reaktor zu pumpen.

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Nicht gesicherte Kühlung

Das AKW Mühleberg bezieht zur Kühlung des Reaktors Wasser aus der Aare. Ist das Wasser nicht verfügbar oder eine Leitung verstopft, versagt die Kühlung und Notkühlung des AKW. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Fukushima GAU wurde eine von der Aare unabhängige Kühlquelle geplant. 2011 präsentierte die BKW eine Lösung mit einem Kühlturm, welcher unabhängig von der Aare eine Notkühlung bieten könnte, und ein halbes Jahr danach eine Lösung mit einer Wasserleitung, welche aus einer neuen Grundwasserpumpstation im Saanetal eine Notkühlung gewährleisten sollte. Die neusten Vorschläge der BKW beruhen darauf, dass eine nicht erdbebenfeste Leitung als Notlösung herangezogen werden soll.

Nicht vorhandene Brandschutztrennung

Im AKW Mühleberg kam es bereits 1971 bei Inbetriebnahmeversuchen zu einem Brand[7] im Maschinenhaus. Die Erkenntnisse zum Mühleberg-Brand führten zu weitreichenden Überlegungen bei der Konstruktion weiterer AKW; diese betrafen vorwiegend den Schutz von mehrfach (Redundant) vorhandenen Sicherheitssystemen. Eine wichtige Massnahme ist dabei die Brandschutztrennung. Das AKW Mühleberg hat keine Brandschutztrennung. Mehrere sich unterstützende oder doppelt vorhandene Sicherheitssysteme befinden sich in nicht getrennten Räumen. Die räumliche Trennung der Systeme ist jedoch im AKW Mühleberg nicht machbar, da es als einziges AKW dieses Typs eine äussere Druckabbaukammer besitzt, welche die räumliche Trennung verunmöglicht. In anderen baugleichen AKWs gibt es sogenannte Eckräume[8], in welchen Sicherheitssysteme gegen interne Überflutung und Brand abgeschottet werden.

CornerRooms 400x241 Überparteiliche JA Kampagne zur Initiative «Mühleberg vom Netz» lanciert

Die Abschaltung ist einfach umzusetzen

Die sofortige Abschaltung von Mühleberg ist technisch möglich. Drückt heute ein Reaktorführer den Abschaltknopf, wird durch Einfahren der Steuerstäbe die Kettenreaktion abgestellt. Nach wenigen Tagen ist die Nachzerfallswärme auf ein Niveau abgesunken, welche es erlaubt, den Reaktordeckel zu öffnen und danach sorgfältig die sich im Reaktor befindlichen Brennelemente ins Brennelementelagerbecken zu verfrachten. Ein Vorgang wie er bereits bei jeder Revision, bei welcher rund 15% neue Brennelemente nachgeladen werden, durchgeführt wird.[9] 5 Jahre später, 2019, könnten die entladenen Brennelemente mit Castorbehältern ins ZWILAG[10] abgeführt werden, es ist zu hoffen, das, sich bis dahin kein Erdbeben ereignet, der Mühleberg Damm hält, kein Brand ausbricht, keine Leitung bricht. Daher macht nur die sofortige Abschaltung des AKW Sinn. Stilllegung 2019 hiesse 10 Jahre Risikoverlängerung!



[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernreaktoren_in_Deutschland

[2] OSART Bericht im Jahr 2001, 1.5 Industrial Safety Programme  „However, several industrial safety practices at the plant are below good international practice.“

[3] OSART Bericht im Jahr 2001, 1.5 Industrial Safety Programme  „However, several industrial safety practices at the plant are below good international practice.“

[4] http://www.derbund.ch/bern/kanton/Es-ging-in-keiner-Art-und-Weise-um–kritische-Zustaende-in-Muehleberg/story/24496435

[5] http://www.derbund.ch/bern/kanton/Ensi-fordert–und-gibt-nach/story/31666384

[6] PSÜ 2005 Tabelle 8.3.7-1:, PSÜ 2000 Tab 8.1.6-1:,  PSÜ 2010 Tabelle 7.3-2:, PSÜ 1991 Tab 9-7

[7] http://www.fokusantiatom.ch/Dokumente/1971_BrandinMuehleberg_VGB.pdf

[8] http://www.fokusantiatom.ch/FAA_Info/2013_10_Info8_FAA.pdf

[9] http://www.nuklearforum.ch/sites/default/files/monatsberichte/MB_August2013_d.pdf

[10] http://www.zwilag.ch/

 

Homepage der Kampagne Mühleberg stillegen http://muehleberg-stilllegen.ch

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Mühleberg vom Netz

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Brauchen Sie noch Argumente?

Kernschmelzwahrscheinlichkeit: In den Stellungnahmen des ENSI zu den Mühleberg Sicherheitsberichten ist ersichtlich dass die Kernschmelzwahrscheinlichkeit (CDF-Gesamt Faktor, (2012 = 2.35×10-5, 2002 = 1.5×10-5, 1991 = 1.3×10-5)) in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist!

Obwohl die Erkenntnis wächst dass in Mühleberg eine Kernschmelze wahrscheinlicher wird verzichtet die BKW auf Sicherheitsinvestitionen und das ENSI lässt sie gewähren.[1]

 

Interne Überflutung: Im Keller -11m Ebene des AKW stehen diverse Apparate welche für Notsituationen benötigt werden um Kühlwasser in den Reaktor zu Pumpen. Das Brennelementelagerbecken im AKW Mühleberg liegt einige Stockwerke darüber. Infolge der Untersuchungen im Nachgang zum Fukushima GAU wurde festgestellt dass sich das  Brennelementelagerbecken in das Reaktorgebäude ergiessen kann und somit die -11m Zone überfluten kann. Wird die -11m Zone überflutet ist die Notkühlung des AKW Mühleberg nicht mehr gewährleistet.

In anderen AKW (Gösgen, Leibstadt) ist das Brennelementelagerbecken nicht im Reaktorgebäude untergebracht.

 

Diversitäre Kühlquelle: Das AKW Mühleberg bezieht zur Kühlung des Reaktors Wasser aus der Aare, ist das Wasser nicht verfügbar oder eine Leitung verstopft versagt die Kühlung und Notkühlung des AKW. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Fukushima GAU wurde eine Diversitäre, also von der Aare unabhängige Kühlquelle, geplant. 2011 präsentierte die BKW eine Lösung mit einem Kühlturm welcher unabhängig von der Aare eine Notkühlung bieten könnte und ein halbes Jahr danach eine Lösung mit einer Wasserleitung welche aus der naheliegenden Saane eine Notkühlung garantieren könnte. Im November 2013 überraschte die BKW mit der Tatsache auf diese Nachrüstungen „zu verzichten“.

Obwohl bereits vielfach angekündigt soll die nötige Aareunabhängige Notkühlquelle nicht gebaut werden, trotz des neu erkannten Risiko der fehlenden Aareunabhängigen Notkühlquelle  soll das AKW nach Wunsch der BKW bis 2019 weiterbetrieben werden.

 

Brand: Im AKW Mühleberg kam es bereits 1971 bei Inbetriebnahmeversuchen zu einem Brand im Maschinenhaus. Die Erkenntnisse zum Mühleberg Brand führten zu weitreichenden Überlegungen bei der Konstruktion weiterer AKW, diese betrafen vorwiegend den Schutz von mehrfach (Redundant) vorhandenen Sicherheitssystemen, eine wichtige Massnahme ist dabei die Brandschutztrennung. Das AKW Mühleberg hat keine Brandschutztrennung. Mehrere sich unterstützendene oder doppelt vorhandene Sicherheitssysteme befinden sich in nicht getrennten Räumen. Die Räumliche Trennung der Systeme ist jedoch im AKW Mühleberg nicht  machbar da es als einiges AKW dieses Typs eine äussere Druckabbaukammer besitzt welche die Räumliche Trennung verunmöglicht. In anderen baugleichen AKW gibt es sogenannte Eckräume in welchen Sicherheitssysteme gegeneinander, gegen interne Überflutung und Brand abgeschottet werden.

Kommt es im AKW Mühleberg in der -11m Zone zu einem Brandausbruch würden mehrere Notkühlsysteme gleichzeitig ausfallen!

 

Notstrom: Das AKW Mühleberg besitzt 3 Notstromdiesel. Nur 2 davon sind Erdbebenfest! Das AKW Leibstadt im Vergleich dazu besitzt 3 Erdbebenfeste Notstromdiesel und 2 Erdbebenfeste Notstandsdiesel (SEHR). In Folge des Fukushima GAU wurden im AKW Mühleberg einzelne Notstromaggregate exponiert auf das Dach eines Notstandsgebäudes (SUSAN) aufgebaut. In der Vergangenheit kam es schon mehrmals während Testläufen zu Pannen mit den Notstromdieseln.

Das AKW Mühleberg ein uraltes (43 Jahre) unsicheres AKW hat weniger Notstromreserve als ein 30Jähriges „moderneres“ wie Leibstadt.

 

Mühleberg ist ein Fukushima Reaktor: Das AKW Mühleberg ist vom selben Reaktortyp wie die japanischen AKW Fukushima Daiichi 1,2,3. Die Unfallabfolge in den Fukushima Reaktoren zeigte wie Schutzlos die AKW der ersten Amerikanischen Siedewasser Baureihe der Firma General Electric sind. 3 Jahre betrieben nun ENSI und  Mühleberg „Pflästerlipolitik“. Gegen die Kernschmelze wird nicht vorgesorgt, die bisher getroffenen Nachrüstungen beziehen sich nur auf das Management nach einem Reaktorunfall, in die Unfallvermeidung wurde nicht Investiert. So wurde zum Beispiel zur Vermeidung der Überhitzung des Brennelementelagerbecken an der Reaktoraussenwand eine Leitung hochgezogen welche durch die Reaktoraussenwand hindurch ins Brennelementelagerbecken hineinführt.

Nach einem Unfall im AKW Mühleberg müssten Feuerwehrleute (Liquidatoren) zum verseuchten Reaktor hinfahren und mit einem Tanklöschfahrzeug Wasser ins Brennelementelagerbecken hochpumpen.



[1] PSÜ 2005 Tabelle 8.3.7-1:, PSÜ 2000 Tab 8.1.6-1:,  PSÜ 2010 Tabelle 7.3-2:, PSÜ 1991 Tab 9-7

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AKW Gösgen: Schwingungen an Turbine führten zu Turbinenschnellabschaltung

Im Mai 2013 letzten Jahres hatte das AKW Gösgen eine Turbogeneratorgruppe modernisiert und ein neuen Generator eingebaut. In folge kam es zu mehreren Pannen, welche den Betreiber Millionen kostete. Am 28. Januar 2014 kam es in Gösgen zu einer Turbinenschnellabschaltung. Die untenstehende einfache Erklärung des Nuklearforum erklärt nicht genauer wie es dazu kam.

Im Monatsbericht des Nuklearforum Januar 2014 nachzulesen.

Kernkraftwerk Gösgen, (Nennleistung 1035 MW brutto / 985 MW netto, Druckwasserreaktor)
Betriebsverlauf im Januar 2014
Die Anlage produzierte bis zum 28. Januar 2014 nach Plan und ohne Unterbruch. Am 28. Januar wurde durch fehlerhafte Signale der Schwingungsüberwachung eine Turbinenschnellabschaltung ausgelöst. Die Stromproduktion wurde nach sieben Stunden
Unterbruch am gleichen Tag wieder aufgenommen.

http://www.kkg.ch/de/i/generator-und-turbinentausch-_content—1–1407.html

http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/kernkraftwerk-goesgen-wieder-am-netz-0

http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/goesgen-schaden-am-generator-geklaert-0

 

 

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Was kommt in Mühleberg auf uns zu?

Der Berner Regierungsrat zu Stillegungskosten für AKW Mühleberg

Rueckbau 400x282 Was kommt in Mühleberg auf uns zu?

Vortrag in Benken 2014_01_26_KLAR

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ENSI wagt Kritik an BKW! Sicherheitsbericht 2010 zum AKW Mühleberg

Das ENSI veröffentlichte heute mit ettlicher Verspätung seine Stellungnahme zum Mühleberg Sicherheitsbericht 2010. Seite 44 des BErichtes des ENSI

“Aus Sicht des ENSI nimmt der Verwaltungsrat der BKW Energie AG seine Verpflichtung nicht genügend wahr, auf systematische Weise die Sicherheit des KKM zu bewerten, um vorausschauend die nötigen Verbesserungen einzuleiten.”

Dazu “der Bund” vom 14.12.2013: “Harte Kritik des Ensi an BKW-Spitze”

TaschenbunkerKlein 300x400 ENSI wagt Kritik an BKW! Sicherheitsbericht 2010 zum AKW Mühleberg

 

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